Die süße Essenz von Landschaft
Landschaftshonig ist ein unverwechselbares Produkt einer Region, ein Produkt des Zusammenwirkens der natürlichen Gegebenheiten, wie Boden und Klima, der vorhandenen Pflanzen, der Honigbiene und der Imker*in. Der Honig ist somit ein Abbild der Landschaft. Honig lässt mit seiner Farbe, seinem Geruch, seinem Geschmack die Einzigartigkeit der Landschaft erleben.
Am Stadtrand von Wien, bei Ober Sankt Veit, liegt die Himmelhofwiese. Sie ist umgeben von Wald und duftenden, blühenden Obstgärten mit reicher Blütenvielfalt. Der Honig, den unsere Bienen dort so fleißig produzieren, hat ein intensives Aroma, würzig und duftend.
Wildbienenforschung und Imkerei verbinden zahlreiche gemeinsame Interessen, insbesondere die Erhaltung von biodiversen und ökologisch gesunden Landschaften. Wir Landschaftsimker*innen wollen daher auf die Bedrohung der Lebensräume und Lebensweisen nicht nur von Honigbienen, sondern auch von wildlebenden Bienen und allen anderen Bestäuberinsekten aufmerksam machen. → Weiterlesen
Im Einzugsgebiet der unteren Ach verzahnen sich extensiv genutzte, artenreiche Wiesen mit einer plenterartigen Waldlandschaft aus Weißtanne und Fichte sowie Laubhölzern wie Buche, Ahorn, Robinie, Linde und Roteiche; so unterschiedlich wie das saisonale Nahrungsangebot ist hier auch der von den Bienen gesammelte Blüten- und Waldhonig.
Eingebettet zwischen den Bergen Rax und Schneeberg. Natura2000 Schutzgebiet und Quellregion des Wiener Trinkwassers – der Honig eine Ode an ein Naturjuwel.
Das Mostviertel im Westen Niederösterreichs charakterisiert die große Anzahl an Mostbäumen, hauptsächlich Mostbirnen, die hier seit Jahrhunderten gedeihen und dieser Gegend ihren Namen verliehen haben. Die Haupttrachtquelle der Bienen hier ist im April/Mai daher die Obstbaumblüte, die dem Honig ein einzigartiges Aroma verleiht. Auch im Sommer finden die Bienen genügend Blüten und etwas Waldtracht, so dass der Honig noch etwas würziger ausfällt.
Leopoldsberg (425 m) am Nordrand von Wien: Weingärten alternieren mit Wiesen und Laubbäumen. Ein leuchtendes Gelb, wenn im zeitigen Frühling das Dirndl (Cornus mas) blüht. Ein sehr sonniger, warmer Platz für meine Bienen
Sonnenblumenfelder im Südburgenland – strahlendes Gelb. Der Honig: goldfarben, sein Aroma würzig mit einer Note von Sommerkräutern, dezent süß, ein Hauch von Salbei und kandierten Früchten.
Der Nussberg im Norden von Wien ist großteils Weinbaugebiet. Die Weingärten werden überwiegend ökologisch bewirtschaftet. So gibt es Platz für eine reichhaltige Flora. Die Kombination von Blüten und Sonne ist ein idealer Platz für meine Bienen. Der Honig vom Nussberg – lieblich, frisch, grün. Man möchte sagen „ein gemischter Satz“ wie der Wein aus diesen Gärten.
Zur Blütezeit der Alpenrose wandere ich mit meinen Bienen ins Hörltal (2000 m) in den Stubaieralpen. Die Berghänge rot getünkt – das ist jedes Jahr ein Naturschauspiel für mich. Der Honig ist im flüssigen Zustand strohgelb, hat einen kaum wahrnehmbaren Geruch. Sein Aroma ist zurückhaltend, elegant, floral, mit ausgeprägter Süße.
Die Mischung von Wäldern und Wiesen im Biosphärenpark im Westen Wiens ist einmalig in seiner Artenvielfalt. Der Honig vom Christkindlwald – ein Blick in dieses UNESCO-Kulturerbe.
Die Gstettn – ein Synonym für städtische Wildnis, Wildnis rund um Siedlungen – beherbergt heimische und fremde Pflanzen, Kulturpflanzen und „Unkräuter“. Es ist ein Kommen und Gehen und immer ein Ort der Überraschungen. Bienen dort zu haben und dann Honig von ihnen zu kriegen, das lässt mein Herz hüpfen.
Haslau an der Donau liegt im Herzen des Nationalparks Donauauen. Die Donauauen und die angrenzenden Äcker und Wiesen bieten eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen: im Frühling Bärlauch, Kirschbäume, Robinie, im Sommer Linde, Klee, Buchweizen, um nur einige zu nennen. Das Aroma ist daher je nach Saison sehr unterschiedlich.
Die Aulandschaft entlang der Lafnitz, im Grenzgebiet zwischen Steiermark und Burgenland, bietet meinen Bienen einen reichaltigen Lebensraum. Die einzigartige Vielfalt an Blütenpflanzen und Bäumen gibt diesem Honig dieses spezielle Aroma. Da zeigen Weiden, Erlen, Kreuzdorn, Bärlauch, Knoblauch ihre Spuren. Das Rühren gibt dem Honig die cremige Konsistenz und lässt ihn perlengleich glänzen.
Das Naturreservat des Schönbrunner Schlossparkes ist der Standplatz meiner Bienen. Es ist der letzte verbleibende Rest des pannonischen Waldes in Wien. Alte Lindenbäume, Alleen von Rosskastanien und eine große generelle Vielfalt an Pflanzen wachsen in diesem kleinen Wiener Paradies. Schönbrunner Honig ist einzigartig – ein Fingerprint einer Natur- und Kulturlandschaft.
Die Sandsteinlandschaft in St. Margarethen im Burgenland wurde vor Millionen von Jahren vom Meer geformt. Der Honig aus dem Bildhauergarten im Steinbruch St. Margarethen verbindet Gegenwart und Vergangenheit.
Honig aus dem Naintschgraben in der Steiermark. Es ist eine alpine Landschaft im Südosten Österreichs gelegen. Meine Bienen ernten von der Fichte, der Himbeere und vom Ahorn. Der Honig – ein einzigartiges Porträt dieses Gebietes.
Einige Honige sind nicht mehr verfügbar:
- Titania Honig von Fausto Delega
- Vienna Space Honey aus dem Sternwartepark.
- Löwenzahnhonig Bregenzerwald
- Honig vom Himmel